TRAUER-ART Dezember

Nicht nichts

Ein Hauch von Nichts schien anfangs präsent zu sein – kein Tageslicht, keine Geräuschkulisse und leeres Papier. Aber war dem so?

  • Wie verändert sich meine Wahrnehmung?
  • Wie formt sich meine Trauer?
  • Welche Facetten zeigen sich?

Mit Hölzern, Isolationsrohren und Pappwaben setzen wir Farbakzente auf eine fünf Meter lange Papier-Banderole. In mehreren Takes variierten wir unsere Handlungsweisen. Wiederholende versus neuartige Farbsetzungen, großzügige versus begrenzende Malbewegungen, pointiertes versus vernetzendes Zeichnen. Das Nichts ermöglichte Fülle. Ein Nicht-Nichts.

Wenn Massen ausbalanciert und Farben harmonisiert werden, wenn Linien und Flächen zusammentreffen und einander […]  überschneiden, so bedeutet Wahrnehmung eine Reihenfolge, durch die das Ganze erfaßt wird, und jeder nachfolgende Akt baut auf Vorangegangenem auf …  (John Dewey)