TRAUER-ART und die Trauerhaltestelle – Kunst als Brücke zum Weitergehen

Trauer ist ein individueller Prozess, und kunstanaloge Ausdrucksformen können helfen, sie zu verarbeiten. TRAUER-ART ist meine Herzensangelegenheit: Ein Raum, in dem Trauernde ihre Emotionen durch Kunst greifbar machen können.

Dank Frederike Dierks, die das Treffen für die Stiftung Deutsche Bestattungskultur initiierte, durfte ich an der Trauerhaltestelle auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine sinnstiftende Begegnung erleben. Dieser besondere Ort bietet Trauernden die Möglichkeit, sich frei auszudrücken – sei es durch Worte, Zeichnungen oder Werke mit Kreide. Alles, was hier entsteht, ist flüchtig und vergeht mit der Zeit – ein wichtiger Aspekt der Trauer: das Loslassen.

Auch bei TRAUER-ART, den kunsttherapeutischen Abenden des Hospizvereins Hamburger Süden e.V., spiegelt sich diese Freiheit wider. Es geht nicht um das perfekte Ergebnis, sondern um das Erleben des Moments und die persönliche Entfaltung.

Ein wertvoller Aspekt dieses Treffens war, die Vielfalt der Trauerbewältigung in Hamburg sichtbar zu machen. Angebote wie die Trauerhaltestelle und TRAUER-ART können Menschen dabei helfen, sich zu verbinden. Diese Räume geben Trauernden die Möglichkeit, ihre Gefühle wahrzunehmen und ihnen Ausdruck zu verleihen.