TRAUER-ART 8/24

Ein Angebot vom Hospizverein zur Begleitung von Trauernden


Donnerstag, 1. August 2024: Ein kunsttherapeutischer Abend für Trauernde.

Der Abend war inspiriert von Videosequenzen des japanischen Künstlers Ken’ichiro Taniguchi. Er beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von “Hecomi” (Dellen, Risse, Vertiefungen, Verletzungen). Entstanden durch die Einwirkung der Natur auf menschengemachte Oberflächen wie Straßen und Fassaden. Er findet Risse/Kerben im urbanen Raum und übersetzt/füllt diese mit gelb leuchtenden Kunststoff. Obwohl „Hecomi“ oft negativ wahrgenommen werden, offenbaren sie geradezu vielfältige und faszinierende Charaktere. Sie erzählen eine Geschichte.

Seine Kunst reflektiert Veränderung und Transformation – Themen, denen man im Trauerprozess begegnet. Indem das vermeintlich Negative ins Positive verwandelt wird, ermutigt es, die eigenen inneren “Hecomi” anzunehmen und ihre Strahlkraft zu entdecken.

Die Trauernden fragten sich: Was passiert, wenn wir uns den Verletzungen widmen? Was passiert, wenn wir sie nicht verdrängen, nicht verstecken? Und sie als ein Teil von uns sanft umarmen?

Sie gingen auf Entdeckungsreise nach „Hecomi“ im Raum und pausten sie via Transparentpapier und Kohlestifte ab. Mit Modelliermasse wurden Abdrücke dieser Eindrücke erzeugt. Eine Neubetrachtung und ein Annehmen wurden entfacht.

Zum Angebot für Trauernde vom Hospizverein Hamburger Süden.