PERFORMANCE

uebergang
Übergangsraum: Er ist kein fester Ort, sondern eher eine Schwellensituation – ein Übergang von hier nach da. Künstlerisches Schaffen setzt eine suchende Haltung voraus, ein Einlassen auf den Kunstprozess als Übergangsraum, in dem ein Dialog stattfindet. Von der Materialerkundung zum leiblich-performativen Akt sich einem offenen Prozess zu stellen. Der Übergang ist ein Experimentierraum. Er enthält Richtungs-, Entscheidungs- und Vertiefungsmöglichkeiten.

Performative Prozesse vollziehen sich […] im Wechselspiel von Planung und Emergenz. [Hier] wurde immer wieder von der >>neuen<< Wendung gesprochen, die der Verlauf des perfomativen Prozesses nimmt, von den >>neuen<< Perspektiven und […] Möglichkeiten. (Fischer-Lichte, Performativität: Eine Einführung)

gold.jpgIrritationen: Einsaugen versus Abstoßen. Können wir den „Shine“ konservieren? Oder bleibt es eine Sehnsucht? Wie zeigt sich das Oszillieren zwischen Subjekt- und Objekterfahrung?

slow.jpgLichtblicke: Was macht Elastizität aus? Verändert es unser Maß? Impliziert eine Dehnung immer Spannkraft? Wir erprobten via Dehnbarkeit und spürten die Sehnsucht nach Ausdehnung.

Im Allgemeinen ereignen sich diese Begegnungen, wenn wir an eine Grenzen gelangen, wenn wir emotional sterben und wiedergeboren werden müssen. Die Begegnungen warten auf uns … (Paulo Coelho, Elf Minuten)

judo1judo2.jpgLichtung: Was ist mein Standpunkt? Wohin gehe ich? Eine Lichtung im Wald, wo der Wind und die Kälte des frostigen Erdbodens spürbar war, inspirierte. Die Wichtigkeit einer inneren Besinnung und das Handeln einer Kriegerin wurde erfahrbar. Analog zum Judo: Mit dem Gegenüber in Resonanz gehen, um zu transformieren.

schnee.jpgEin Eintauchen: Eine somatische, affektive und energetische Zustands-, Schwellenerfahrung. 

Das Neue ereignet sich hier jenseits von Planung und Kontrolle aufgrund des >>Eigenlebens<< … (Fischer-Lichte, Performativität: Eine Einführung) 

hara.jpgHingabe: Wie zeigt sich die Magie des Moments? Ist Durchdringung gleich Auflösung? Kann eine Verschmelzung verletzen? Der Akt stellte sich der Fusion von Auflösung und Stringenz – white fire, das rote Band der Verbindung.

spiegel.jpgSpiegelung: Ist sie eine dialogische Reflexion oder sinnentleerte Kunst des Glatten? Die glatt-spiegelnde Oberfläche ist touchable. Also konsumierbar? Der Tastsinn als Entmystifizierung? Unvorhersehbarkeit, Ambivalenzen und die transformative Kraft des Performativen ereignen sich in Dingen und wirken. Alltagsgegenstände, wie Besteck, Metallkonstrukte, wirken auf den Betrachter ein.

Das Ding scheint lebendig zu werden – reflektiert und weckt Gefühle.

band.jpgKitanos Dolls: Der Akt war ein non-verbaler Gang an einen vermeintlich verlassenen Ort – verbunden durch ein rotes Tau. Die vordergründige Stille und Langsamkeit wird konterkariert durch die gewollt zerberstende Abhängigkeit.

Die Verbundenheit – das Ich, Du, Wir.

harry
d.jpgIrgendwo und doch Nirgendwo: Wie überdeckt Schein den Schimmel? Wie verändert sich unsere Wirklichkeit, wenn wir in fremde Rollen eintauchen? Jahreswechsel in einer Zweierwelt – eine Momentaufnahme. Lost in der Oberflächlichkeit.

asia1.jpgasia2PantoMine: Diese Exploration beschäftigte sich mit der Verbindung versus Verstrickung – follow me, Labyrinth der Sinne, breakable.

歌舞伎 – Kann eine still-sinnliche Präsenz laut sein?

11Exkurs: geisha dreams · empty heart and empty soul · a lover on remote control · all colors fade to gray · the more they play this love charade · why don’t you see, why don’t you feel that love is free? (Memoirs of a Geisha)